Die Neurodermitis (auch „atopische Dermatitis“, „chronisch konstitutionelles Ekzem“) ist statistisch gesehen eine der häufigsten Hautkrankheiten, vorwiegend des Kindes- und Jugendalters.

Der Begriff „Atopie“ beinhaltet  die angeborene und ererbte Bereitschaft (Fähigkeit, Begabung), gegen bestimmte Allergene sensibilisiert zu werden und mit klinischen Erscheinungsbildern wie Heuschnupfen, allergischem Asthma, Neurodermitis etc. zu reagieren. 60% aller Neurodermitispatienten sind familiär mit anderen atopischen Erkrankungen belastet. 

Sie verläuft chronisch oder chronisch wiederkehrend, oft über viele Jahre und Jahrzehnte. Charakteristisch ist eine Ausdünnung der Augenbrauen, eine doppelte Lidfalte und beim Kratzen bilden sich im Gegensatz zu einer gesunden Haut keine roten, sondern weiße Streifen. Durch einen krankhaft fehlgeleiteten Stoffwechsel leidet die Haut, ohne an dem Problem ursächlich beteiligt zu sein.

 Bei der „echten“ Neurodermitis spielt wohl ein Zusammenwirken von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen die tragende Rolle. In der embryonalen Phase wurde nach der Vorstellung von alternativ arbeitenden Therapeuten das obere Keimblatt, das Ektoderm, fehlerhaft ausgebildet. Dieses Ektoderm bildet im Laufe der Schwangerschaft die Haut und das Nervensystem aus. Hier liegt auch für mich die plausible Erklärung, dass Neurodermitiker sehr stressanfällig sind. Naturheilkundlich betrachtet liegt die Häufigkeit der „echten“ Neurodermitis unter einem Prozent. Bei den übrigen 99% handelt es sich um andere Ursachen.

Ist Neurodermitis heilbar?

Die „echte“ Neurodermitis kann, wie naturheilkundlich arbeitende Therapeuten meinen,  durch eine ganzheitliche Therapie zum Stillstand gebracht werden, allerdings bleibt der genetische Schwachpunkt wohl ein Leben lang bestehen.

Die übrigen 99% sind ein Sammelsurium von Lebensmittelunverträglichkeiten bei einer durchlässigen Darmschleimhaut (leaky gut syndrom), Allergien gegen Schimmelpilzgifte und /oder bestehender Schwermetallbelastung/Industriegifte, Dysbiosen, Parasitenbefall mit  den jeweiligen Stoffwechselgiften…
Wie bei allen anderen chronischen Erkrankungen ist eine sorgfältige Ursachendiagnostik notwendig.  Eine gestörte Darmfunktion ist nach unserer Meinung in den meisten Fällen die Hauptursache. Mit 30.000 Quadratmetern Resorptionsoberfläche ist der Darm mit Abstand unser wichtigstes Immunorgan. Minderwertige und konservierte Nahrungsmittel, Schwermetallbelastung durch zahnärztlichen Werkstoff, Industriegifte aus der Umwelt, häufige Behandlung mit Antibiotikas  und emotionaler und körperlicher Stress, zerstören die lebenswichtige Darmflora. Es kommt zu einer chronischen Darmschleimhautentzündung und einem durchlässigen Darm (leaky gut Syndrom). Die Folge ist häufig eine Unverträglichkeit auf Nahrungseiweiße. Durch Immunreaktionen werden massiv Histamine (körpereigene Gewebehormone) freigesetzt, die  zu einer typischen Symptomatik führen,  wie Quaddelbildung, Schwellungen, Juckreiz, Rötung. Eine Laboruntersuchung kann diese Unverträglichkeiten aufdecken. Meidet man die positiv getesteten Nahrungsmittel für einige Monate und regeneriert gleichzeitig die geschädigte Darmschleimhaut durch die Einnahme wichtiger Darmbakterien, so genannte Probiotika, verbessert sich oftmals das Hautbild signifikant.

Welche Therapien kommen zusätzlich zum Einsatz?

Neben der Darmsanierung kennt die Naturheilkunde weitere Möglichkeiten, Hauterkrankungen zum Abheilen zu bringen. Bei einer Amalgam / Industriegifte Belastung (Blei, Arsen, Cadmium) sollte eine fachgerechte Zahnsanierung mit anschließender Schwermetallausleitung  erfolgen.  Parasiten mit ihren Stoffwechselgiften müssen behandelt und die Gifte ausgeleitet werden. Eine Gewebsübersäuerung durch Einnahme von Basenstoffen und basischen Wickeln behandelt werden. Zusätzlich wirken sich biologische Stoffe, wie etwa Zink, Selen, Glutathion, bestimmte Fettsäuren, Extrakte aus der Thymusdrüse, Heilpilze und einiges mehr recht positiv aus. Die naturheilkundlichen Vorstellungen zu den Ursachen der Neurodermitis werden von der Schulmedizin genauso wenig  geteilt, wie  die aus diesen Erkenntnissen abgeleiteten Therapien. Es handelt sich hier also um Erfahrungswerte von naturheilkundlichen Therapeuten.
Aus Sicht und Erfahrung genauso  von naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten ist die Neurodermitis
1.       eine rein allergische Erkrankung
2.       Voraussetzung zu ihrer Entstehung ist eine meist starke, angeborene und vererbte Allergiebereitschaft
3.       Eigentliche Ursache ist immer eine chronische, zumeist  maskierte Allergie gegen ein oder mehrere Grundnahrungsmittel, weitaus am häufigsten sind  Milch, Weizen und Vollei oder kombiniert. Ähnliche Krankheitsbilder können auch durch Allergene ausgelöst werden, die dauernd im Körper vorhanden sind (Allergie gegen Schimmel-Hefepilze bei gleichzeitig bestehender Candidamykose des Darmes oder Quecksilberallergie bei Trägern von Amalgamfüllungen im Gebiss).
4.       Eine Heilung ist möglich, wenn es gelingt, den chronisch-allergischen Mechanismus zu durchbrechen, und die zentrale Allergie durch Bioresonanz oder Photonentherapie zu behandeln
5.       Unumgänglich ist eine parallel verlaufende Darmschleimhautsanierung mit Dünn- und Dickdarmbakterien.